Aktuelles / Veröffentlichungen - Förderkreis Wendepunkt

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Allgemeine Zeitung Mainz vom 06. Oktober 2017:

 
 
 
 

Allgemeine Zeitung Mainz vom 01. Juli 2017:

 
 

Fotos vom Geburtstagsfest am 01. Juli 2017:

 
 

Allgemeine Zeitung Mainz vom 19. Juni 2017:

 
 
 
 

DRF1 (Deutsches Regional Fernsehen) sendete am 15.12.2016 einen Beitrag
über den Wendepunkt. Sie können sich diesen Beitrag hier anschauen.

 
 


Erster Kältetod 2017: Wohnungsloser Mann in Hessen erfroren –

Kältehilfe auch in den Landkreisen erforderlich

Berlin, 25.01.2017

Ein 53-jähriger wohnungsloser Mann ist im Landkreis Gießen erfroren. Er war bereits am 15. Januar 2017 tot aufgefunden worden. Auf eine Obduktion verzichtet die Staatsanwaltschaft, weil eine erste Leichenschau ein Fremdverschulden am Tod ausschließt.
Seit Jahren fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.  V. (BAG W), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, zusätzliche Anstrengungen in der Kältehilfe und bei der Notunterbringung in Deutschland, um den Kältetod wohnungsloser Menschen zu verhindern.
Neben dem Fall im Landkreis Gießen, prüft die BAG W derzeit weitere Meldungen, wonach in diesem Winter bereits zehn wohnungslose Menschen aufgrund von Kälteeinwirkungen gestorben sein könnten.
In den letzten 25 Jahren (seit 1991) waren mindestens 290 Kältetote unter Wohnungslosen zu beklagen. Sie erfroren im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, in Abrisshäusern, in scheinbar sicheren Gartenlauben und sonstigen Unterständen. Durch die Kälte besonders bedroht sind die ca. 39.000 wohnungslosen Menschen, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben.
Thomas Specht, Geschäftsführer der BAG W, erklärte: „In vielen Städten sind die Programme zur Kältehilfe aufgrund der steigenden Zahl der Wohnungslosen und der wohnungslosen Zuwanderer aus EU-Mitgliedsländern an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. In vielen Landkreisen sucht man nach wie vor vergeblich nach Programmen der Kältehilfe."
Nach den Bestimmungen des Ordnungsrechts muss jede Kommune in Deutschland Wohnungslose menschenwürdig unterbringen, unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus. Städte und Gemeinden verstoßen gegen ihre Amtspflichten, wenn sie nicht rechtzeitig Notunterkünfte bereitstellen oder verschaffen. Dies bekräftigt auch ein im letzten Herbst veröffentlichtes Rechtsgutachten der BAG W zur Unterbringungspflicht der Kommunen.
Thomas Specht: „Jede Stadt und jede Gemeinde muss prüfen, ob die getroffenen Vorkehrungen in Quantität und Qualität ausreichend sind. Nach Erfahrungen der Wohnungslosenhilfe wird ein Teil der Betroffenen von den Angeboten nicht erreicht. Viele sind physisch und psychisch nicht in der Verfassung, sich in Massenunterkünften zu behaupten und sich ggf. in Auseinandersetzungen und gegen Übergriffe durchzusetzen. Viele Angebote sind zu weit abgelegen und werden deswegen nicht erreicht, sind zu früh überfüllt, bieten keine Aufenthaltserlaubnis tagsüber und keine sichere Aufbewahrung der Habseligkeiten."

Aufgrund des aktuellen Falls bekräftigt die BAG Wohnungslosenhilfe ihre Appelle und Forderungen an die Kommunen:
-
Straßensozialarbeit und andere Formen aufsuchender Arbeit auf- oder ausbauen (z. B. Kältebusse), um von Kälte bedrohte Wohnungslose auf der Straße aufsuchen zu können
-
Einrichtung von Kältenotrufen oder Propagieren von 110 als Notrufnummer, damit Bürgerinnen und Bürger gefährdete Menschen melden können
-
Keine menschenunwürdigen Asyle: ein Mindestmaß an Privatsphäre und Selbstbestimmung in Unterkünften ermöglichen sowie Schutz und Sicherheit vor Diebstahl und Gewalt in den Unterkünften gewährleisten
-
Separate und sichere Unterbringung für wohnungslose Frauen
-
Bereitstellung von dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten für kleinere Gruppen von Wohnungslosen (auch mit Hunden)
-
Öffnung der Unterkünfte auch tagsüber
-
Ausreichend viele niedrigschwellige Tagesaufenthalte
-
Keine Befristung des Aufenthaltes auf wenige Tage
-
Öffnung von U-Bahnstationen, Bahnhöfen und anderen geeigneten öffentlichen Gebäuden
-
Notfalls zusätzliche Anmietung von geeigneten Räumlichkeiten (bspw. Gasthäuser oder leerstehende Gewerbe-Immobilien, die beheizbar sind und über sanitäre Einrichtungen verfügen)

An die Bürgerinnen und Bürger appelliert die BAG Wohnungslosenhilfe eindringlich:
„Seien Sie aufmerksam! Wenn Sie wohnungslose Menschen sehen, die hilflos oder in einer Notsituation sind, setzen Sie die Polizei in Kenntnis, wählen Sie den Notruf 110! Alarmieren Sie bei akuter gesundheitlicher Gefährdung den Rettungsdienst 112!"

 

Die SWR-Landesschau Rheinland-Pfalz berichtete am 11.01.2017 im Beitrag
"Mainz - Stadt der offenen Türen" unter anderem über den Wendepunkt.
Sie können sich diesen Beitrag hier anschauen.

 
 
 
 

Die Förderkreis hatte zu einer Benefizlesung für den Wendepunkt eingeladen

 
 
 
 
 

Allgemeine Zeitung Mainz vom 28.06.2016

 
 

Allgemeine Zeitung Mainz vom 15.06.2016
(Berichtigung: Leiterin des Wendepunktes ist Helga Oepen. Frau Menzel-Wortmann ist Vorstandsvorsitzende des Förderkreises Wendepunkt e.V.)

 
 
 


Etappenziel erreicht – Blaues Band der Sympathie


Mit dem „Blauen Band" wurden bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts hinein die im Schnitt schnellsten Liniendampfschiffe auf der Atlantikroute zwischen Europa und Amerika ausgezeichnet.
Die begehrte Trophäe von einst stand Pate für die Aktion des Förderkreises Wendepunkt Mainz e.V., ein „Band der Sympathie für Frauen in Notlagen" zu knüpfen. Die von Unterstützern gegen Spende von einem Euro erworbenen, 50 Zentimeter langen blauen Bänder sollen zu einem einzigen verbunden werden, das den Sitz der evangelischen Einrichtung für wohnungslose Frauen „Wendepunkt" in der Nahestraße mit der einen Kilometer entfernt liegenden Christuskirche verbindet.
Begonnen hatte das Vorhaben vor einem Jahr bei dem am Vortag des Gutenberg-Marathon-Laufs stattfindenden „Lebenslauf" (AZ berichtete, s.u.). In diesem Jahr ist das Etappenziel bereits erreicht, wie Dr. Brigitte Menzel-Wortmann, Pfarrerin i.R. und Vorsitzende des Förderkreises, mitteilt: „Wir haben 2000 Euro für den Wendepunkt eingenommen!"
Die   öffentlichkeitswirksame Aktion   der  Bänderknüpfung  ist  für  den    1. Juli 2017 geplant -  zum 20-jährigen Jubiläum des Förderkreises.
„Die Zeit bis dahin wollen wir nicht ungenutzt verstreichen lassen", so Dr. Menzel-Wortmann, „wir bieten weiter unsere Bänder an. Vielleicht schaffen wir es – ganz ökumenisch -  die Christuskirche noch mit dem Dom zu verbinden. Das wären nochmal 2000 Euro für Frauen in Notlagen".  

Dr. Brigitte Menzel-Wortmann, Pfrn. i.R.
06131/5019284   -   bmw-mainz@gmx.de

 
 
 

Der Wendepunkt war auch in diesem Jahr beim Lebenslauf mit einem Informationsstand vertreten. Von den Schwellköppen umrahmt wurden (v.l.n.r.) Helga Oepen (Leiterin des Wendepunkts), Brigitte Menzel-Wortmann, Helga Ahrens und Ute Ahrens (alle von Vorstand des Förderkreises Wendepunkt

 

Die SWR-Landesschau Rheinland-Pfalz berichtete am 20.05.2016 über den Wendepunkt.
Sie können sich diesen Beitrag hier anschauen.

 
 
 

Odelia Lazar beim gut besuchten Benefizkonzert in der Antoniterkapelle

 
 
 

Mainzer Neustadt-Anzeiger, Ausgabe April 2016

 
 
 











Wegweiser für Migrantinnen und Migranten in Mainz
(Hinweise auf Unterstützung bei Wohnungslosigkeit und
auf den Wendepunkt ab S. 57)



 

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Wohnungslose Frau erfroren
Zusätzliche Anstrengungen in der Kältehilfe und bei der Notunterbringung in Deutschland erforderlich
(Pressemitteilung derBundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.)

Berlin, 06.01.2016. Eine 57-jährige wohnungslose Frau, die bereits am 06.  Dezember   2015 in einem Waldstück in der Nähe von Offenburg (Baden-Württemberg) tot aufgefunden wurde, ist erfroren. Die Polizei in Offenburg bestätigte, dass die Frau an Unterkühlung verstorben ist. Sie ist die erste wohnungslose Kältetote dieses Winters.

Angesichts des derzeitigen Wintereinbruchs in Deutschland und deutlich steigender Wohnungslosenzahlen fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, zusätzliche Anstrengungen in der Kältehilfe und bei der Notunterbringung in Deutschland, um den Kältetod weiterer wohnungsloser Menschen zu verhindern.
In den letzten 24 Jahren (seit 1991) waren mindestens 289 Kältetote unter Wohnungslosen zu beklagen. Sie erfroren im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, in Abrisshäusern, in scheinbar sicheren Gartenlauben und sonstigen Unterständen. Durch die Kälte besonders bedroht sind die ca. 39.000 Wohnungslosen, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben.

Die Programme zur Kältehilfe und die Notunterbringung sind in den letzten Jahren vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Durch schnell geschaffene Notunterkünfte haben sich die Bedingungen der Unterbringung teilweise deutlich verschlechtert. Dies gilt für große Städte genauso wie für ländliche Regionen.

Aufgrund der gestiegenen Flüchtlingszahlen und der anhaltenden Migration aus süd- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern sind zusätzliche Anstrengungen in der Unterbringung und in der Kältehilfe nötig. Anerkannte Asylbewerber drohen wohnungslos zu werden, wenn sie die Flüchtlingsunterkünfte nach Abschluss ihres Asylverfahrens verlassen müssen, aber auf den knappen Wohnungsmärkten keine Wohnungen finden. Ein Teil der Migrantinnen und Migranten aus den EU-Mitgliedsländern findet in Deutschland keine oder nur schlecht bezahlte Arbeit und keine Wohnung und benötigt existenzielle Unterstützung.

Nach den Bestimmungen des Ordnungsrechts muss jede Kommune in Deutschland Wohnungslose menschenwürdig unterbringen, unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus. Städte und Gemeinden verstoßen gegen ihre Amtspflichten, wenn sie nicht rechtzeitig Notunterkünfte bereitstellen oder verschaffen. Dies bekräftigt auch ein im letzten Herbst veröffentlichtes Rechtsgutachten der BAG W zur Unterbringungspflicht der Kommunen.

Thomas Specht, Geschäftsführer der BAG  W: „Jede Stadt und jede Gemeinde muss prüfen, ob die getroffenen Vorkehrungen in Quantität und Qualität ausreichend sind. Nach Erfahrungen der Wohnungslosenhilfe wird ein Teil der Betroffenen von den Angeboten nicht erreicht. Viele sind physisch und psychisch nicht in der Verfassung, sich in Massenunterkünften zu behaupten und sich ggf. gegen Übergriffe und Auseinandersetzungen durchzusetzen. Viele Angebote sind zu weit abgelegen und werden deswegen nicht erreicht, sind zu früh überfüllt, bieten keine Aufenthaltserlaubnis tagsüber und keine sichere Aufbewahrung der Habseligkeiten."

Die BAG Wohnungslosenhilfe bekräftigt deswegen ihre Appelle und Forderungen an die Kommunen:

-
Straßensozialarbeit und andere Formen aufsuchender Arbeit auf- oder ausbauen, um von Kälte bedrohte Wohnungslose auf der Straße aufsuchen zu können
-
Notrufnummern einrichten oder den Notruf 110 propagieren, damit Bürgerinnen und Bürger gefährdete Menschen melden können
-
Mindestmaß an Privatsphäre und Selbstbestimmung in der Unterbringung ermöglichen
-
Schutz und Sicherheit vor Diebstahl und Gewalt in den Unterkünften gewährleisten
-
Für wohnungslose Frauen muss eine separate und sichere Unterbringung ermöglicht werden
-
Dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten für kleinere Gruppen von Wohnungslosen (auch mit Hunden)
-
Auch tagsüber Öffnung der Unterkünfte
-
Keine Befristung des Aufenthaltes auf wenige Tage
-
Öffnung von U-Bahnstationen, Bahnhöfen und anderen geeigneten öffentlichen Gebäuden
-
Ausreichend viele niedrigschwellige Tagesaufenthalte
-
Zusätzliche Anmietung von geeigneten Räumlichkeiten (bspw. leerstehende Gewerbe-Immobilien, die beheizbar sind und über sanitäre Einrichtungen verfügen)

An die Bürgerinnen und Bürger appelliert die BAG Wohnungslosenhilfe eindringlich:

„Seien Sie aufmerksam! Wenn Sie wohnungslose Menschen sehen, die hilflos oder in einer Notsituation sind, setzen Sie die Polizei in Kenntnis, wählen Sie den Notruf 110! Alarmieren Sie bei akuter gesundheitlicher Gefährdung den Rettungsdienst 112!"

 
 

(ConSens Mainz, Ausgabe 4 / 2015)


 
 

(Allgemeine Zeitung Mainz vom 30.11.2015)


 
 

(Allgemeine Zeitung Mainz vom 04.11.2015)


 
 

Mainzer Neustadt-Anzeiger, Ausgabe Oktober 2015
Text: Lena-Maria Dannenberg-Mletzko



 
 

(Allgemeine Zeitung Mainz vom 05.10.2015)  -  Die ausführliche Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. können Sie hier abrufen.  



 
 

(Sonntags-Zeitung vom 04.10.2015)  -  Autorin: Nicole Weisheit-Zenz



 
 
 
 

Soroptimistinnen SI Mainz - Rosengarten spenden 1.500 Euro für wohnungslose Frauen aus dem Wendepunkt
(Pressemitteilung Mission Leben Mainz vom 01.04.2015)

Ein ganzes Jahr lang haben die Frauen des Club SI Mainz – Rosengarten bei öffentlichen Aktionen – wie beispielsweise einem Second-Hand-Verkauf in der Fußgängerzone – Gelder gesammelt. Am 23.03.2015 übergab nun die Präsidentin des SI Mainz-Rosengarten, Ursula Ebert, 1.500 Euro an Helga Oepen, Leiterin des „Wendepunkt“, und an Helga Ahrens, Schatzmeisterin vom Förderkreis Wendepunkt Mainz e.V. „Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende,“ so Helga Oepen, „Für die Unterstützung notleidender Frauen und Kinder werden jedes Jahr größere Summen benötigt.“ Die Soroptimistinnen Mainz – Rosengarten setzen sich besonders für die Rechte von Mädchen und Frauen, für Frieden, Toleranz und die Achtung unserer Umwelt ein.

Der Mainzer Wendepunkt betreut wohnungslose Frauen; im vergangenen Jahr suchten hier rund 300 Frauen, darunter auch Mütter mit Kindern, Rat und Hilfe. Die Plätze im Wendepunkt reichen nicht aus, um vor allem alle notleidenden Mütter mit Kindern ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Seit mehr als 20 Jahren betreut der Wendepunkt Frauen in Wohnungsnot. Das Haus des diakonischen Trägers Mission Leben bietet Notschlafstellen, Tagesaufenthalt, Beratungsstelle und Wohnheim an.



 
 

Quelle: rheinhessen-evangelisch.de


 
 
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